23. April 2019

Auftakttraining für den B-Kader am Gardasee, viel Welle, Wind und Sonne satt

Auf die perfekte Welle braucht man am Gardasee nicht lange zu warten. Diese perfekten Wellen warten spätestens am Nachmittag, wenn die Ora eintritt, auf jeden Segler und so auch auf die 8 B-Kader Optikids. Von unseren B-Kader Optikids waren nur ganz wenige überhaupt schon einmal am Gardasee. Die meisten von ihnen haben das Revier zum ersten Mal entdeckt. Und so wurden schon zu Hause aufgeregt Fragen gestellt. Diese Aufregung war wie weggeblasen, als sie am Samstag (13.4.) mittags das erste Mal zur Vorbesprechung gerufen wurden. Max Sporleder, ihr Kadertrainer, und auch Fabian Kirchhoff, haben ihnen erste Hinweise und Techniken für Wind und Welle an Land erklärt. Diese Hinweise konnten sie gut gebrauchen, denn Wind und Welle hatten sie besonders an ihrem ersten Segelnachmittag.

An den Vormittagen traf sich die Gruppe gegen 7.00 entweder zum Frühsport oder (wenn der Wind auch morgens schon perfekt war) gegen 7.30 segelfertig.
Auf dem Wasser wurden Starts, Starts, Starts und noch einmal Starts geübt; die Curry-Wende erklärt und trainiert, die Rollwende nicht nur in der Praxis geübt, sondern auch bei der MoBo Pause von jedem Kind so lange in ihren einzelnen Modulen auseinandergenommen, bis jedes Kind die 7 Schritte auch im Schlaf herunterbeten konnte und ja, mal aus Versehen oder Absicht (???) wurde dann auch gekentert. Wenn es Max mit dem Kentern (oder sonstigen Albernheiten) zu bunt wurde, wurden dann auch schon mal Liegestütze an Bord angeordnet.
Ach ja, und nicht zu vergessen sind natürlich die so wirklich wichtigen Bojenmanöver. Wer schon einmal eine Regatta mitgesegelt hat, weiss ganz genau, das eine Tonnenumrundung zwar ganz einfach aussieht, aber bei weitem nicht so einfach zu segeln ist. Der Winkel mit dem man die Boje anfährt ist wichtig, die Koordination des Segeldichtholens und Steuerns und ja, was ist, wenn man keinen Innenraum hat, sondern an dritter Aussenposition liegt? Alle Feinheiten des Regattasegelns wurden auf diesem Top-Revier durchgegangen und geübt, bis jeder einzelne von den B-Kader-Kids genau diese Feinheiten verstanden hatte und umsetzen konnte.

Die Mittagspausen wurden häufig auf dem Wasser eingenommen, somit kam die Trainingsgruppe mitunter auf 9 Tageswasserstunden! Was sich vielleicht viel anhört. Aber genau diese intensive gemeinsame Wassertrainingszeit führte exakt zu den gewünschten Trainingserfolgen und zusätzlich dazu, dass aus den einzelnen B-Kader-Kids und ihrem Trainer eine Trainingseinheit wurde. Eine Einheit, bei der einer ins Wasser sprang um den Opti des anderen zu retten, in der sich die Kinder gemeinsam angefeuert haben, in der sich füreinander und miteinander an Trainingserfolgen gefreut wurde, in der Tips geteilt werden, um alle noch schneller zu machen und in der sich alle für einen stark machen.

Zwei weitere einzigartige Teamerlebnisse rundeten dieses einmalige Gardaseetraining für die niedersächsische B-Kader-Gruppe ab. Das war zum einen der Segelausflug zur Pizzeria in Limone und zum anderen der Teamnachmittag an dem das Team von Torbole aus zur St. Barbara Kapelle in Riva gewandert ist. Besonders nach dem Erklimmen von diesen 550m Höhenmetern in nicht mehr als 2 Stunden, gemeinsamen Stützen, Halten und Tragen, kann man felsenfest behaupten, dass dieses Team zu allem fähig ist!
Und so sind die Kinder mit ihren Familien am Ostersonntag, den 21. April, mit einem weinenden Auge (dass diese intensive Woche bereits zu Ende ist) aber auch mit einem lachenden auf die nächste Regatta freuenden Auge nach Hause gefahren.